TV 48 Schwabach

Ein Hockey-Krimi mit Happy-End (Bericht 16./17.02.19)

Die Schwabacher Hockeydamen haben ihr Ziel erreicht: Durch einen hart umkämpften 5:3-Sieg im Heimspiel gegen den HTC Würzburg sicherten sich die Damen des TV48 den Bayerischen Meistertitel und den damit verbundenen Aufstieg in die 2. Regionalliga. Bis fünf Minuten vor dem Ende zitterten die Spielerinnen und die rund 250 Zuschauer in der Schwabacher Jahnhalle um den Aufstieg, doch durch eine konzentrierte Schlussoffensive verdienten sich die Schwabacherinnen den Erfolg. Um 15:45 Uhr rissen die Spielerinnen ihre Arme in die Luft, schnell bildete sich eine hüpfende und jubelnde Spielertraube. Die Fans feierten die Mannschaft in der vollbesetzten Jahnhalle stehend. Nach etlichen Jahren Abstinenz kehren die Schwabacher Damen in der nächsten Hallensaison wieder zurück in die 2. Regionalliga. Und noch dazu völlig verdient: Über die komplette Saison hinweg blieb man in einer durchaus anspruchsvollen Oberliga ungeschlagen.

 

Dennoch mussten die Schwabacherinnen lange bangen, denn im letzten Saisonspiel gegen die Damen des HTC Würzburg war ein Sieg Pflicht, um nicht doch noch vom ASV München überholt zu werden. Der Start in die Partie wirkte aus diesem Grund auch sehr nervös. Schwabach stand zwar defensiv stabil, doch in das Offensivspiel schlichen sich immer wieder Fehlpässe und falsche Entscheidungen ein. Der HTCW agierte konzentrierter und erspielte sich auch erste Torchancen, die für den TV48 jedoch folgenlos blieben. In der 12. Minute gingen die Schwabacherinnen mit dem ersten guten Angriff in Führung: Sabrina Knappke bediente Hannah Brandl mustergültig und die überwand die gegnerische Torhüterin zum 1:0. Dieser Treffer gab den Gastgebern sichtlich mehr Sicherheit und Selbstvertrauen. Schwabach agierte zu diesem Zeitpunkt zielstrebiger und war nun das bessere Team. In der 18. Minute ersprintete Christina Krick einen langen Pass über die rechte Seite und tunnelte die Torhüterin zum 2:0. Doch der Tabellendritte aus Würzburg blieb weiter im Spiel und verkürzte eine Minute vor der Halbzeit auf 2:1.

Die Verunsicherung aufgrund des Gegentreffers war den Schwabacherinnen auch noch zu Beginn des zweiten Abschnitts anzumerken. Wie schon in der ersten Hälfte startete der HTCW auch im zweiten Durchgang besser. Bereits in der 35. Minute trafen die Gäste zum 2:2-Ausgleich. Doch die Schwabacher Antwort ließ nicht lange auf sich warten: Victoria Vockentanz wurde links im Schusskreis freigespielt und vollendete eiskalt zum erneuten Führungstreffer (38.). Würzburg ließ jedoch nicht locker und bekam nur eine Minute später einen berechtigten Siebenmeter zugesprochen. Doch Torhüterin Stefanie Bruckdorfer hielt diesen sensationell und so blieb es vorerst beim 3:2. In der 46. Minute war allerdings auch die Schwabacher Torfrau machtlos, als der HTCW per Strafecke zum 3:3 ausglich. Das Spiel nahm in dieser Phase an Hektik zu. Beide Teams starteten wilde Angriffe, doch die Verteidigerinnen gingen meist als Zweikampfsieger hervor. Zehn Minuten vor dem Ende fanden die Schwabacherinnen wieder zu ihrem Spiel, das sie die komplette Saison über auszeichnete. So erhöhte man mit schnellen Pässen und sprintstarken Spielerinnen den Druck auf die gegnerische Defensive nochmals enorm. Sechs Minuten vor dem Ende belohnte Jugendspielerin Franziska Schwarz den höheren Aufwand mit dem umjubelten Treffer zum 4:3. Die endgültige Entscheidung fiel in der 58. Minute, als Christina Krick einen Sololauf mit einem gezielten Schuss ins linke Toreck zum 5:3 abschloss. Die letzten zwei Minuten spielte Schwabach die Begegnung abgeklärt zu Ende, während die Zuschauer die Gastgeberinnen schon frenetisch feierten. Mit der Schlusssirene fielen sich die Spielerinnen um den Hals und schon bald wurden auch die ersten Gewinner-Selfies zusammen mit dem Bayerischen Meisterwimpel geschossen. Nach dem Abstieg der Herren bleibt der TV48 durch den Erfolg der Damenmannschaft zumindest in der Halle auch im nächsten Jahr weiterhin Regionalliga-Teilnehmer. Nach einer kurzen Pause geht es für die Hockeyabteilung mit der Vorbereitung auf die Feldsaison weiter. Und wer weiß, vielleicht können die Damen dort ihre ungeschlagene Serie fortsetzen.

Jeweils als Drittplatzierte in Nordbayern hatten sich die weibliche Jugend B und die Mädchen B der Hockeyabteilung des TV 1848 Schwabach für die Bayerischen Pokalmeisterschaften qualifiziert, die am vergangenen Wochenende stattfanden. Sie kehrten mit den Plätzen zwei und drei zurück. Die Pokalmeisterschaft der weiblichen Jugend B fand am Samstag in Würzburg statt. Das erste Spiel gegen den Gastgeber HTCW ging gleich gut los und man konnte durch einen Doppelschlag von Christin Schöne in Führung gehen. Nach der Pause verkürzte Würzburg auf 2:1, doch Christin Schöne hatte die passende Antwort parat und machte ihren Hattrick perfekt. Am Ende erhöhte Fiona Hommel noch auf 4:1. Das zweite Spiel gegen den Vierten aus dem Süden HC Wacker München startete gleich mit dem Führungstreffer in der ersten Minute durch ein Eckentor von Sofia Herzog. Nach einer weiteren dominanten Minute war man sich der Überlegenheit schon zu sicher. Wacker nutzte das eiskalt aus und ging mit zwei Toren in Führung. Nach der Pause wollte man wach und hochmotiviert wieder angreifen, doch eine Unachtsamkeit nutzte Wacker aus und erhöhte auf 3:1. Nun zeigte Schwabach endlich, dass es die bessere Mannschaft war und Christin Schöne verkürzte auf 2:3. Kurz darauf konnte Jaqueline Weber eine Ablage bei einer erneuten kurzen Ecke platziert zum Ausgleich nutzen. Somit war das letzte Spiel gegen den Süddritten SB DJK Rosenheim eine Art Endspiel, weil beide Mannschaften zuvor vier Punkte geholt hatten. Rosenheim war wesentlich bissiger und hellwach. Die Mädchen aus Oberbayern nutzen ihre Angriffe sehr souverän und gingen mit drei Toren in Führung. Vor dem Pausenpfiff gelang Christin Schöne noch der Anschlusstreffer. Die zweite Halbzeit gestaltete sich ähnlich, doch diesmal hatte Schwabach zumindest mehr Torchancen, trotzdem reichte es nur noch zu einem weiteren Treffer durch Sofia Herzog. Rosenheim gewann das Spiel am Ende 6:2. Somit belegt Schwabach bei der bayerischen Pokalmeisterschaft den zweiten Platz hinter Rosenheim.

Auch die Mädchen B zeigten bei ihrem Turnier am Samstag in Nürnberg gute Leistungen. So begann das Turnier mit einem überzeugenden 6:0-Erfolg gegen den zweiten Nordvertreter SF Großgründlach. Die Tore erzielten dabei Lenja Horstmann (3), Jessica Weber (2) und Christina Recht. Auch gegen die starken Südvertreter hielten die 48erinnen gut mit, versäumten es aber, ein Tor zu erzielen. So unterlag man zunächst dem TuS Obermenzing relativ klar mit 3:0, weil die Münchner Vorstädterinnen ihre Chancen eben konsequent nutzten. Mindestens ein Punkt wäre im letzten Spiel gegen den ESV München drin gewesen, doch ohne eigenen Treffer wurde nichts daraus: Mit 0:1 musste man sich geschlagen geben, was im Endklassement Rang drei bedeutete. Den Pokal holte sich Obermenzing dank des besseren Torverhältnisses vor dem ESV.

Die beiden anderen B-Mädchen-Teams hatten in der Platzierungsrunde am Sonntag Heimrecht. In der Jahnhalle gab es das Derby Schwabach 2 – Schwabach 3, das die zweite Mannschaft mit 2:1 für sich entscheiden konnte. Außerdem erzielte dieses Team ein 2:2-Unentschieden gegen den TB Erlangen. Die „Dritte“ fuhr mit 1:0 gegen die HG Nürnberg 3 sogar noch einen Sieg ein. Damit belegen die Teams Platz 17 und 18 unter 20 Mannschaften in Nordbayern. Weil zu wenige Spielerinnen zur Verfügung standen, musste man den für Samstag angesetzten Spieltag der Mädchen A 2 in Erlangen absagen. Die Spiele werden nun gegen Schwabach gewertet.

Am Samstag fand der letzte Spieltag der Knaben C in Schwabach statt. In der Hochederhalle traf man zunächst auf die Bayreuther TS. In einem hart umkämpften Spiel lagen die Turner zur Halbzeit mit 1:2 zurück. Leider konnten sie die Konzentration nicht halten und verloren nach zwei einfachen Gegentoren mit 1:4. Gegen den starken TB Erlangen verschliefen die Schwabacher die Anfangsphase und fingen sich prompt zwei Gegentore ein. Durch eine starke Schlussoffensive konnte man aber noch mit einem 2:2 in die Pause gehen. Die zweite Halbzeit war geprägt von vielen kämpferisch geführten Zweikämpfen. Doch auch hier bewiesen die Schwabacher Moral und siegten noch nach einem 2:3-Rückstand mit 4:3. Nachdem sich ein Spieler beim Einlaufen verletzte, musste man das letzte Spiel gegen den HC Schweinfurt ohne Auswechselspieler und bestreiten. Trotzdem lieferten die Jungs die beste Leistung des Tages ab und gewannen nach einem Superspiel mit 7:2. Die sehr junge Mädchen D 2-Mannschaft zeigte am Samstag in Würzburg zwar eine gute Leistung, konnte jedoch mit den durchwegs älteren und körperlich überlegenen Gegnern nicht ganz mithalten. So musste man gegen den HTC Würzburg 1 mit 0:5, gegen den Nürnberger HTC 3 mit 0:4, gegen den HC Schweinfurt 1 mit 0:5 und den HTCW 2 mit 0:3 vier Niederlagen einstecken. Erfreulicherweise verloren die Mädchen trotzdem den Spaß an der Sache nicht.

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