TV 48 Schwabach

Freud und Leid nah beieinander (Bericht 19./20.01.19)

Hinter der Hockeyabteilung des TV48 Schwabach liegt ein spektakuläres Wochenende. Alle vier Erwachsenenteams trugen ihre Heimspiele am vergangenen Samstag direkt hintereinander aus. Die Ergebnisse fielen dabei komplett unterschiedlich aus: Während die 1. Damen mit dem 4:3-Sieg über den ESV München einen großen Schritt Richtung Aufstieg schafften, wird es für die 1. Herren nach der 3:5-Niederlage gegen den SSV Ulm beinahe unmöglich, noch den Klassenerhalt zu erreichen. Von den beiden zweiten Mannschaften punkteten nur die Damen beim 5:5 gegen Fürth. Die 2. Herren (5:6 gegen Fürth) stehen dagegen so gut wie sicher als Absteiger aus der 1. Verbandsliga fest.

 

Die 1. Damen des TV48 Schwabach machten es am vergangenen Samstag in der vollbesetzten Jahnhalle wieder einmal sehr spannend. Trotz deutlicher Überlegenheit über die komplette Spielzeit mussten die Schwabacherinnen am Ende der Partie nochmals zittern. Doch die knappe 4:3-Führung sollte reichen, um die Damen des ESV München nach 60 Minuten zu bezwingen und die Spitzenposition in der Oberliga weiterhin zu verteidigen. In den ersten Minuten fand Schwabach zunächst einmal nicht in die Partie und hatte Glück, dass der ESV die ersten Großchancen leichtfertig vergab. Ernst nach fünf Minuten stand auch die Defensive der Gastgeber sicherer. In der 7. Minute bediente Victoria Vockentanz im gegnerischen Schusskreis Judith Steiner und diese traf zur Führung. Nur zwei Minuten später erhöhte Sabrina Knappke auf 2:0. Schwabach blieb nun zwar weiterhin die bessere Mannschaft, musste in der 14. Minute jedoch den 2:1-Anschlusstreffer hinnehmen. Doch die Gastgeber zeigten sich von dem Gegentor wenig geschockt und erspielten sich immer wieder gute Möglichkeiten. Einziges Manko blieb, wie schon häufiger in der laufenden Saison, die Chancenverwertung. So dauerte es bis zur 29. Minute, ehe Anne Sellmann auf 3:1 erhöhte. Auch im zweiten Durchgang änderte sich nichts am Spielgeschehen. Schwabach drückte, vergab aber zu viele Chancen. Per Strafecke verkürzte der ESV so in der 39. Minute auf 3:2. Nur vier Minuten später stellte Hannah Brandl allerdings den alten Zwei-Tore-Abstand mit dem Treffer zum 4:2 wieder her. Immer häufiger kamen die Schwabacherinnen in der Folgezeit gefährlich vor das Münchner Tor, scheiterten jedoch entweder an der starken ESV-Keeperin oder an sich selbst. Per erneuter Strafecke verkürzte München sechs Minuten vor dem Ende auf 4:3 und so musste man um den Erfolg nochmals zittern. In der letzten Minute verhinderte Torhüterin Stefanie Bruckdorfer per starker Parade den Ausgleich und aus diesem Grund blieb es beim verdienten Erfolg für Schwabach. Mit den drei Punkten steht der TV48 mit 17 Zählern weiterhin an der Tabellenspitze der Oberliga. Durch den Patzer der Konkurrenz aus Würzburg (1:2 in Erlangen) beträgt der Vorsprung auf den neuen Verfolger, den ASV München, drei Spieltage vor Saisonende nun wieder drei Punkte.

Für die Schwabacher Herren wird es im Kampf um den Klassenerhalt dagegen immer schwieriger. Nach den starken Leistungen der letzten Wochen bekam man an diesem Samstag im wichtigen Heimspiel gegen den SSV Ulm einen herben Dämpfer verpasst. Nach der 3:5-Niederlage müsste man an den restlichen vier Spieltagen nun mindestens einen sechs Punkte Rückstand aufholen, was beinahe unmöglich erscheint. Schwabach erwischte gegen den SSV den besseren Start und ging durch Benjamin Gräb bereits früh mit 1:0 in Führung (9.). Die nötige Sicherheit schien das Tor den Gastgebern allerdings nicht zu geben. Immer wieder schlichen sich einfache Abspiel- und Stellungsfehler in das Schwabacher Spiel ein. Insgesamt sahen die Zuschauer in der ersten Halbzeit eine schwache Regionalliga-Partie von beiden Mannschaften. In den letzten Minuten der ersten Hälfte drehte Ulm die Begegnung noch auf 2:1. Mit diesem Ergebnis ging es dann auch in die Halbzeitpause. Nach einem ausgeglichenen Beginn im zweiten Durchgang, legte der SSV zur Mitte der Halbzeit einen kurzen Zwischenspurt hin und zog bis zur 47. Minute auf 5:1 davon. Schwabach bekam in dieser Phase keinen Zugriff auf die Partie und leistete sich vor allem defensiv zu einfache Fehler. Nach einer gelben Karte gegen einen Ulmer Spieler versuchten die 48er nochmal Druck aufzubauen und nahmen den Torhüter für einen zusätzlichen Feldspieler vom Platz. Doch eine mangelnde Chancenverwertung verhinderte ein Comeback der Gastgeber. Die zwei Treffer zum 3:5 durch Daniel D'Angelo und Steffen von der Heyden blieben aus Schwabacher Sicht zu wenig und so nahm Ulm die drei Punkte verdientermaßen mit nach Hause.

Die 2. Damen eröffneten am Samstagmittag den Heimspieltag der 48er mit der Partie gegen die Spvgg Greuther Fürth. Nach einem offenen Schlagabtausch trennten sich beide Teams nach 60 Minuten mit einem 5:5-Unentschieden. In den Schlusssekunden des ersten Abschnitts verspielten die Schwabacherinnen eine 3:1-Führung, sodass es mit einem 3:3 in die Halbzeit ging. Auch im zweiten Durchgang traf man zunächst zum 4:3, doch wieder kam Fürth zurück und drehte die Partie bis sechs Minuten vor Schluss auf 5:4. In der Schlussminute erzielte Tea Damjanovic allerdings den insgesamt verdienten 5:5-Ausgleich. Für die 2. Herren verläuft die Verbandsliga-Saison weiter äußerst bitter. Der Gegner der 48er hieß ebenfalls Fürth. Nach einem frühen 0:2-Rückstand kämpften sich die Schwabacher noch im ersten Abschnitt zurück und glichen die Partie zum 2:2 aus. In der zweiten Halbzeit hatte man die Fürther bis sieben Minuten vor Ende völlig im Griff und führte hochverdient mit 5:2, doch als die Gäste den Torhüter vom Platz nahmen, verlor man unnötigerweise die Kontrolle über die Partie und kassierte innerhalb kürzester Zeit vier Gegentreffer. Durch die 5:6-Niederlage bleibt Schwabach mit deutlichem Abstand auf dem letzten Rang und kann den Klassenerhalt aus eigener Kraft nicht mehr schaffen.

In der Endphase der Bezirksrunden gibt es bei den Jugendmannschaften der Hockeyabteilung des TV 1848 Schwabach leider nur einzelne Erfolge zu vermelden. Am vergangenen Wochenende verpasste die weibliche Jugend B die Meisterschaftsqualifikation, darf aber zumindest beim Pokal antreten, den die Knaben A nicht erreichten. Die Mädchen B 1 haben ihre Chancen auf weiterführende Spiele hingegen gewahrt.

Auftaktgegner der weiblichen Jugend B bei der nordbayerischen Endrunde am Samstag in Nürnberg war der Vorrundensieger HG Nürnberg. Als klarer Außenseiter waren die 48erinnen gar nicht recht bei der Sache, keine der Spielerinnen erreichte ihr normales Leistungsniveau. Die Nürnbergerinnen nahmen das Angebot fehlender Gegenwehr dankend an und kamen zu einem 10:0-Kantersieg. In einer insgesamt ausgeglichenen Partie gegen den HTC Würzburg im Anschluss waren die 48erinnen dann voll da und am Ende um einen kleinen Tick besser. Schon vor der Pause brachte Sofia Herzog ihr Team durch einen Siebenmeter in Führung. Weitere Möglichkeiten wurden zwar vergeben, dafür ließ man aber auch in der Defensive nichts anbrennen, so dass es auch am Ende noch 1:0 für Schwabach stand. Mit einem weiteren Sieg im letzten Spiel gegen die Bayreuther TS hätten sich die Schwabacherinnen das Ticket für die Bayerische Meisterschaft holen können. Leider geriet man schon in der Anfangsphase überraschend in Rückstand, obwohl man ansonsten in der ersten Halbzeit das Spiel bestimmte. Ausgleichschancen ergaben sich zwar zur Genüge, darunter sogar ein Siebenmeter, aber ein Treffer gelang nicht. Dies rächte sich nach dem Seitenwechsel, als bei den Turnerinnen die Kräfte nachließen und Bayreuth noch zwei Tore nachlegen konnte. So verlor man die Partie mit 0:3 und musste sich mit Platz 3 und damit der Teilnahme am Pokal begnügen.

Die Qualifikation für den Bayerischen Pokal haben die Knaben A leider verpasst. Sie waren am Sonntag in Würzburg zu Gast und hatten das entscheidende Spiel gegen den gastgebenden HTC. Trotz einer guten Leistung erwies sich der Gegner als zu stark und außerdem im Abschluss cleverer. So ging die Partie mit 0:4 verloren. Bedeutungslos war die Partie gegen den nordbayerischen Meister HG Nürnberg, in der die 48er verschiedene Spielvarianten ausprobierten. Am Ende schlug eine 0:9-Niederlage gegen den haushohen Favoriten zu Buche. Die Mädchen A verschliefen bei der Platzierungsrunde am Sonntag in Fürth die erste Partie gegen den Nürnberger HTC komplett. Von Beginn an leisteten sie sich zu viele leichte Fehler und waren in der Defensive ungeordnet. Folge war ein klarer 4:0-Erfolg für den NHTC. Im zweiten Spiel gegen den TB Erlangen betrieben die Schwabacherinnen teilweise Wiedergutmachung und drängten den Gegner weit in dessen Hälfte. Leider vergaben sie aber einige „100-prozentige“ Chancen leichtfertig und mussten sich so mit einem torlosen Remis begnügen. In der Endabrechnung bedeutete das nur den siebten und letzten Platz.

Beide Mädchen B-Mannschaften fuhren am Samstag nach Würzburg, um dort zu erfahren, dass nach der Absage des HC Schweinfurt lediglich eine Partie zu bestreiten war, und zwar jeweils gegen den gastgebenden HTC. Beide Schwabacher Teams dominierten den Gegner klar und kamen zu deutlichen und verdienten Siegen (8:0 bzw. 5:0). Für das Team Schwabach 1 bedeutet das Platz zwei im Endklassement der Vorrunde; Anfang Februar kämpfen die 48erinnen in der Endrunde der besten vier um die Qualifikation für die Bayerische Meisterschaft.

Die 2. und 3. Mannschaft der Mädchen C hatten am Sonntag Heimrecht in der Hochederhalle. Dabei erzielten die C 2-Mädchen klare Siege gegen die HG Nürnberg 2 (5:0), die HGN 3 (2:1) und den Marktbreiter HC (2:0). Die C 3-Mädchen steigerten sich bei ihren Spielen und konnten nach einer Niederlage gegen Nürnberger HTC 3 (0:2), mit einem Unentschieden gegen den Marktbreiter HC (0:0) und einem Sieg gegen die HGN 3 (2:1) zufrieden sein. Sehr erfolgreich waren die Knaben D 2 am Sonntag in Schweinfurt: Sie kehrten mit vier Siegen aus vier Spielen im Gepäck nach Hause. Im Einzelnen gewannen die Schwabacher Buben gegen den HTC Würzburg 4 mit 3:2, gegen den HC Schweinfurt mit 4:0, gegen die Spvgg Greuther Fürth mit 3:1 und gegen die Bayreuther TS 2 mit 2:1.

TV 1848 Schwabach Abteilung Hockey

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