TV 48 Schwabach

Abstieg der 1. Herren aus der 2. Regionalliga (Bericht 08.-10.07.16)

            SCHWABACH (ws) – Eine solche Fülle von Toren fiel am Sonntag beim letzten Spieltag in der 2. Regionalliga Herren im Hockey, dass man meinen könnte, die Spiele hätten in der Halle stattgefunden. In keiner Partie waren es weniger als sieben Treffer, in der der 1. Herren des TV 1848 Schwabach beim Mannheimer HC 2 sogar 13. Am Ende dieses verrückten Spieltags standen die 48er als unglücklicher Absteiger da.

            Ein großes Handicap für die Turner stellte am Sonntag der Personalmangel dar, musste man doch schon im Vorfeld auf fünf Stammspieler wegen Verletzung oder Krankheit verzichten. Vor Ort verletzten sich Michael Grünwald und Benjamin Gräb auch noch beim Aufwärmen, so dass man trotz der Unterstützung durch Mark Gruner und Marius Bergmann aus der 2. Mannschaft bei sengender Mittagshitze nur zwei Auswechselspieler zur Verfügung hatte. Der Torreigen begann in der 13. Minute mit einem Schwabacher Ballverlust im Mittelfeld, den die Mannheimer zu einem Konter nutzten, der das 0:1 brachte. Eine ähnliche Situation führte vier Minuten später zum zweiten Treffer der Gastgeber. Nach einer Auszeit lief es für Schwabach besser und in der 24. Minute konnte Christian Leberl nach einem Lauf am Schusskreis entlang erfolgreich zum 1:2 abschließen. Die Freude währte freilich nur kurz, da bereits eine Minute später bei einer Kurzen Ecke (es war bereits die vierte für den MHC) das 1:3 fiel. Zwei Fehler in der Schwabacher Hintermannschaft ermöglichten es der Bundesligareserve, noch vor der Pause auf 5:1 davonzuziehen (29./31. Minute).

            In der Halbzeitpause stellte Gernot Brandl, der nach zwei Jahren zum letzten Mal die Herren coachte, das System um, was insgesamt zu einem besseren Zugriff aufs Spiel führte. Mit einem sehenswerten Alleingang, bei dem er fast wie im Basketball die Kugel über das ganze Spielfeld trieb und schließlich im gegnerischen Kasten versenkte, verkürzte Florian Gebhard in der 45. Minute auf 2:5. Doch wieder dauerte es nicht lange, bis die Mannheimer durch einen Konter den alten Abstand wieder hergestellt hatten (47.). In der 54. Minute wollte Christian Leberl mit einem scharfen Ball eigentlich Tim Schmidthammer am langen Pfosten bedienen, doch zuvor lenkte schon ein Abwehrspieler die Kugel zum 3:6 ins eigene Tor. Mit dem 4:6 von Daniel d’Angelo vier Minuten später keimte noch einmal die Hoffnung auf, doch einen – den rettenden – Punkt aus Mannheim entführen zu können. Aber zwei Gegenschläge der Gastgeber machten alle Träume zunichte. Erst in der 68. Minute schlug die Kugel noch einmal im Tor der Gastgeber ein, als Nick Distler einen von der Mittellinie geschlagenen scharfen Ball zum 5:8-Enstand ablenkte.

            Der endgültige Tiefschlag war die anschließende Meldung, dass der bisherige Tabellenletzte ASV München trotz eines 0:2-Pausenrückstandes beim TSV Mannheim 2 am Ende mit 5:2 gewonnen und damit mit 12 Zählern die 48er (11) überholt hatte. Als Tabellenletzter muss man den bitteren Weg in die Oberliga antreten, umso tragischer, als sich eine Klasse drüber der TB Erlangen auf kuriose Weise (er verlor mit weniger Toren Unterschied als die Konkurrenz und rückte dadurch an ihr vorbei) noch hatte retten können und somit nur ein Absteiger gesucht worden war.

            Die weibliche Jugend A trat am Freitagabend ebenfalls ersatzgeschwächt gegen den nordbayerischen Favoriten HG Nürnberg an und setzte dabei auf eine stark defensive Spielweise und auf Konter. Einen dieser schnellen Gegenangriffe konnte Selina Streb sogar zur 1:0-Führung nutzen. Doch der Gast aus der Noris erspielte sich zahlreiche Chancen, die auch immer wieder zu Kurzen Ecken führten. Diese nutzten die Nürnbergerinnen sehr effektiv und zogen nach dem Ausgleich Tor um Tor bis zum 1:6 davon. Kurz vor dem Schlusspfiff stellte erneut Selina Streb durch einen sehenswerten Treffer den 2:2-Endstand her. Trotz der Niederlage bleiben die 48erinnen auf Platz zwei und werden damit wohl an der Bayerischen Meisterschaft teilnehmen können.

            Ähnliche Personalprobleme wie die Herren und die A-Jugend quälten auch die Knaben B, die am Sonntag in der Endrunde der ersten vier beim HC Schweinfurt antraten. Ohne Ersatzspieler konnte man nur in der ersten Halbzeit gleichwertig mitspielen. Man verteidigte engagiert und diszipliniert und hatte selbst gute Chancen. Leider war ein Pfostenschuss die beste Ausbeute, so dass man nur mit einem torlosen Remis in die Kabinen ging. Das rächte sich nach dem Seitenwechsel, als die Kräfte deutlich nachließen. Man hielt zwar noch halbwegs mit, musste aber doch zwei Gegentreffer hinnehmen. Dass man nur 0:2 unterlag, war auch der sehr guten Torhüterleistung (sogar einen Siebenmeter parierte der Schwabacher Keeper) zu verdanken.

            Einen schwarzen Tag erwischten die Knaben C 1 bei ihrem Oberligaspieltag am Samstag in Erlangen. Schon beim 1:3 gegen den Nürnberger HTC 1 war ein zu ängstliches Verhalten in der Defensive zu beklagen, allein die guten Torhüterparaden verhinderten eine höhere Niederlage. Falls das möglich ist, wurde es in der Partie gegen den NHTC 2 mit dem Abwehrverhalten noch schlimmer. Fast ohne Gegenwehr ermöglichte man dem Gegner einen 6:0-Erfolg. Nicht viel besser lief es in der letzten Partie gegen den gastgebenden Turnerbund, die man mit 0:2 abgab.

            Besser stellten sich am selben Tag die Mädchen C 2 beim Verbandsligaspieltag in Bayreuth an. Nach zwei 1:0-Siegen gegen den TB Erlangen 2 und 3 und einer 0:1-Niederlage gegen die gastgebende Turnerschaft konnten die Betreuer mit den gezeigten Leistungen der Mädchen durchaus zufrieden sein.

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