TV 48 Schwabach

Stuttgarter Doppelsieg beim 32. Hallenturnier (Bericht 07./08.11.15)

            SCHWABACH (ws) – Ohne Unterbrechung seit 1984 führt die Hockeyabteilung des TV 1848 Schwabach Anfang November ihr großes Hallenhockeyturnier für Damen und Herren um die Wanderpokale der Stadt Schwabach durch. Nach der 32. Auflage dieses Turniers am vergangenen Wochenende durften die Trophäen erstmals in die baden-württembergische Landeshauptstadt reisen.

            Gespielt wurde wie gewohnt an beiden Tagen parallel in der Jahnhalle des TV 1848 und der städtischen Hans-Hochederhalle. Zwei kurzfristige Absagen der Herren aus Limburg und der Damen aus Ludwigsburg führten zu kleineren Umstellungen im Spielplan. So stellte Schwabach bei den Damen zwei statt einer Mannschaft, wobei der Gesamtkader doch Jugendliche und Altvordere aufgestockt wurde. Dieses Team Schwabach 2 schlug sich sehr wacker. Im Auftaktspiel gegen die Stuttgarter Kickers aus der 2. Regionalliga am Samstag sah man am Anfang noch deutliche Abstimmungsprobleme, so dass die 3:0-Führung der Schwäbinnen zur Pause völlig in Ordnung ging. Die zweite Halbzeit konnten die 48erinnen durch Treffer von Katharina Oeser und Isi Mann sogar mit 2:1 für sich entscheiden, in der Gesamtabrechnung blieb es natürlich eine 2:4-Niederlage. In einem von beiden Seiten sehr defensiv geführten Duell gegen die Spvgg Greuther Fürth geriet das Team früh in Rückstand, konnte jedoch in der 20. Minute durch Melissa Knappke ausgleichen. Mit dem Pausenpfiff erzielte Silvia Rudolf durch eine Strafecke die 2:1-Führung. Sehr gute Torwartleistungen auf beiden Seiten und gelegentlich auch die Querlatte sorgten dafür, dass in der zweiten Hälfte keine Tore fielen, so dass es beim 2:1 für Schwabach 2 blieb. Das beste Spiel bot das Team am Sonntagmorgen gegen den HCL Rot-Weiß München. Völlig verdient gewann man die Partie mit 4:1 und zog als Gruppenzweiter in das Halbfinale ein.

            Ebenfalls die Vorschlussrunde erreichte Schwabach 1 in seiner Gruppe. Dieses Team ging in seinem Auftaktspiel gegen Wacker München recht früh mit 2:0 in Führung. Nach dem Münchner Anschlusstreffer gelang unmittelbar vor der Pause das 3:1. Nach Wiederanpfiff erzielte der Gast das zweite Tor, doch schon sechs Minuten später stand es 4:2. Die letzte Viertelstunde verlief ohne Treffer. Dominant konnten die 48erinnen die erste Halbzeit der Partie gegen des ESV Dresden gestalten. Folgerichtig führte man schon zur Pause durch Treffer von Tea Damjanovic und zweimal Steffi Bauer mit 3:0. Nach dem Seitenwechsel war die Partie ausgeglichener mit vielen guten Chancen auf beiden Seiten. In der 42. Minute hatte Dresden sogar einen Siebenmeter, den Lisa Hertrich aber abwehren konnte. Zwei Minuten vor Schluss stellte nochmals Steffi Bauer den 4:0-Endstand her. Ganz schwach war hingegen der Auftritt der Damen am Sonntagmorgen im letzten Gruppenspiel gegen den HTC Neunkirchen. Insbesondere in der Defensive unterliefen den Turnerinnen zahlreiche Fehler, die oft genug prompt bestraft wurden. So lag man schon nach zwölf Minuten mit 0:4 hinten, ehe Anne Sellmann der erste Treffer gelang. Dies war aber kein Signal zur Aufholjagd, vielmehr kam die ganze Partie nicht mehr in die Nähe eines unentschiedenen Spielstandes. Am Ende hatte man auch in der Höhe verdient mit 4:10 verloren, wobei Julia Pfeifer, Victoria Vockentanz und Hannah Brandl die weiteren Treffer erzielten.

            Ein ganz anderes Gesicht zeigten die 1. Damen in ihrem Halbfinale gegen die Stuttgarter Kickers. Die Verteidigung hielt diesmal dem Druck des erwartungsgemäß überlegenen Gegners gut stand und nur einige individuelle Fehler ermöglichten den Stuttgarterinnen in der ersten Halbzeit eine zweimalige Führung. Beide Male konnte Silvia Rudolf jedoch durch Kurze Ecken ausgleichen, so dass man mit einem 2:2 in die Pause ging. Dieses Ergebnis hatte noch fast eine weitere Viertelstunde Bestand, ehe Stuttgart wieder in Führung ging. Noch einmal hatte Schwabach eine Ausgleichschance durch eine Strafecke, aber diesmal landete die Kugel am Pfosten. Kurz vor Schluss machte stattdessen Stuttgart mit dem 4:2 alles klar. Das Halbfinale der 2. Damen gegen Neunkirchen war weniger spektakulär. Während Schwabach die Defensive betonte, taten sich die Gäste sehr schwer, zwingende Chancen zu erspielen. In der fünften Minute bekamen die Neunkirchnerinnen zwar einen Siebenmeter, vergaben diese Chance aber. Erst acht Minuten später schlug sich deren Überlegenheit im 1:0 nieder. Mitte der zweiten Halbzeit folgte verdientermaßen das 2:0. Die beste Schwabacher Chance hatte Melissa Knappke zwei Minuten vor Schluss, als sie unbedrängt am leeren Tor vorbeischob. So blieb es beim 0:2.

            Wie nach den Eindrücken der Halbfinalspiele zu erwarten, war das Endspiel eine ziemlich eindeutige Sache. Die Stuttgarterinnen waren den Neunkirchnerinnen klar überlegen und sorgten mit drei Toren in den ersten sechs Minuten für eine frühe Vorentscheidung. Ein Doppelschlag Mitte der zweiten Halbzeit setzte allen Zweifeln über einen Stuttgarter Sieg ein Ende. Das 5:0 war ein gerechter Endstand und Stuttgart ein würdiger Turniersieger.

            Bei den Herren war von Anfang an der Einsatz zweier Schwabacher Mannschaften geplant. Schwabach 2 musste dabei gleich im ersten Gruppenspiel gegen den HC Ludwigsburg eine richtige Klatsche hinnehmen. Schon zur Pause stand es 0:6, und ehe Markus Ochsenreither den Ehrentreffer erzielen konnte, hatte Ludwigsburg noch drei Treffer draufgelegt. Ausgeglichener verlief die Partie gegen den TSV Schwaben Augsburg: Nach einem 0:1-Rückstand konnte Fabian Kramer mit einem Stecher ausgleichen. Zu Beginn der zweiten Halbzeit brachte Michael Grünwald sein Team sogar in Führung, doch übernahmen die Schwaben in den letzten 20 Minuten das Kommando und konnten die Partie noch zum 4:2 drehen. Einen Achtungserfolg konnte das Team im Sonntagsspiel gegen den HCL RW München erzielen, einer Partie, in der man beiden Teams deutlich anmerkte, dass die Nacht zu kurz gewesen war. Zweimal Marius Bergmann, Michael Grünwald und Jan-Lasse-Sappelt brachte ihr Team bis zur 20. Minute mit 4:0 in Führung, ehe München durch zwei Kurze Ecken auf 2:4 verkürzen konnte. Nach dem Seitenwechsel kam München auf einen Treffer heran, ehe Alexander Rath das 5:3 gelang. Nach dem vierten Münchner Tor erhöhte Fabian Kramer auf 6:4. Mit dem Schlusspfiff stellte München noch das 6:5 her.

            Mit einem klaren Sieg über den ESV Dresden starteten die 1. Herren am Samstag ins Turnier. Allerdings musste man zunächst einem 0:1-Rückstand hinterherlaufen. Bis zur Pause gelang auch nur das 1:1 durch Johannes Vydra. Dem 2:1 von Michael d’Angelo folgte noch einmal der Dresdner Ausgleich, doch dann waren nur noch die Turner am Zuge. Christian Leberl, Johannes Vydra und noch dreimal Daniel d’Angelo stellten mit ihren Treffern den 7:2-Sieg sicher. Gegen das tschechische Team TJ Pilzen Litice brachten Johannes Vydra, Christian Leberl und Tim Schmidthammer ihr Team mit 3:0 in Führung. Nach dem ersten tschechischen Tor erhöhte Johannes Vydra auf 4:1, ehe Pilzen kurz vor der Pause der zweite Treffer gelang. Nach dem Seitenwechsel sorgte Daniel d’Angelo für das 5:2, dem erneut ein tschechischer Treffer folgte. Mit vier Treffern am Stück sorgten die Turner nun für die Entscheidung (Benedikt Runte, Johannes Vydra, Tim Schmidthammer, Christian Leberl). Zwar verkürzte Pilzen noch auf 5:9, doch den Schlusspunkt setzte wieder Schwabach mit dem 10:5 von Johannes Vydra. Einen ersten Dämpfer bekamen die 48er in einem insgesamt eher schwachen Spiel am Sonntagmorgen gegen den HTC Neunkirchen. Zwar brachte Benjamin Gräb sein Team in Führung, doch mit dem Pausenpfiff glich Neunkirchen aus. Die erneute Schwabacher Führung erzielte Christian Leberl durch einen Siebenmeter. Dem Ausgleich in der 38. Minute folgte zehn Minuten später die Führung der Gäste. Auch die Maßnahme, den Torwart durch einen Feldspieler zu ersetzen, brachte nichts mehr, so dass man sich mit 2:3 geschlagen geben musste.

            Eine Demonstration effektiven Hockeys war das folgende Halbfinale der Turner gegen die Stuttgarter Kickers. Der Regionalligist aus der Schwabenmetropole hatte sich in seiner Gruppe souverän gegen den Nürnberger HTC, den HC Bolevec aus Tschechien und eine Turnierauswahl durchgesetzt. Im Semifinale setzte er die 48er von Anfang an unter starken Druck. Dass es nach dem 1:0 in der fünften Minute bis fast zum Pausenpfiff dauerte, ehe das 2:0 für Stuttgart fiel, war in erster Linie Torhüter Tim Mierlein zu verdanken, der tolle Paraden zeigte. Nach dem Seitenwechsel wollten die 48er aktiver mitspielen, ermöglichten so aber temporeiche Gegenangriffe, von denen gleich einer zum 3:0 führte. Verstärkt stießen nun die Gegner in die Lücken im Schwabacher Spiel. War das 4:0 noch ein umstrittener Treffer, konnte man spätestens nach dem 5:0 durch eine Strafecke am Stuttgarter Sieg nicht mehr zweifeln. Drei weitere Treffer, die alle aus Kurzen Ecken resultierten, machten die Niederlage zu einer der höchsten für Schwabach seit langem

            Im anderen Halbfinale hatte sich etwas überraschend Pilzen, das erst durch den Verzicht des HC Ludwigsburg den Weg dorthin gefunden hatte, gegen den Nürnberger HTC mit 3:2 durchgesetzt. Die Tschechen hatten aus den Schwabacher Fehlern gelernt, machten mit einer starken Defensive die Räume dicht und ließen so das Stuttgarter Spiel lange nicht zur Entfaltung kommen. In der Anfangsphase hatten sie sogar die besseren Chancen, so konnte bei einer Kurzen Ecke in der dritten Minute ein Stuttgarter Verteidiger so gerade noch auf der Linie klären. In der 15. Minute brachte eine Strafecke gar die tschechische Führung. Ebenfalls durch Ecke glich Stuttgart kurz vor der Halbzeit aus, die Latte rettete in der 20. Minute Pilzen vor einem Rückstand noch vor dem Seitenwechsel. Auch nach dem Seitenwechsel war die Partie hart umkämpft; Stuttgart ging zwar mit 2:1 in Führung, doch Pilzen war mehrmals knapp am Ausgleich. Erst das 3:1 in der 38. Minute nach einem schnellen Angriff der Schwaben brachte die Entscheidung. Das 4:1 durch die Schlussecke war dann nur noch Ergebniskosmetik.

            Bei der Siegerehrung, die er zusammen mit Gerda Braun, der Vorsitzenden des TV 1848, und Verantwortlichen der Hockeyabteilung durchführte, drückte Stadtverbandsvorsitzender Helmut Gruhn die Hoffnung aus, dass die Gäste noch oft zum Turnier nach Schwabach kommen mögen, um in der Goldschlägerstadt attraktives Hockey zu zeigen. Abteilungsleiter Werner Romann freute sich darüber, dass die Pokale in seine schwäbische Heimat gingen, und wies zugleich auf die Verpflichtung hin, den Titel im nächsten Jahr zu verteidigen.

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