Damen schöpfen wieder Hoffnung, Herren geraten in Abstiegskamp (Bericht 24./25.01.15)

SCHWABACH (ws) – Mit einem lachenden und einem weinenden Auge sieht die Hockeyabteilung des TV 1848 Schwabach auf das vergangene Wochenende zurück. Während die Regionalligadamen mit einem hart erkämpften Sieg wieder Hoffnung im Abstiegskampf schöpften, sind die Oberligaherren nach einer knappen Auswärtsniederlage in eben diesem gelandet. Sehr ordentlich schlug sich die männliche Jugend A bei der Bayerischen Meisterschaft.

            Mit einer kalten Dusche für die 48erinnen begann das Spiel am Samstagabend in der Jahnhalle: Durch seine erste Kurze Ecke ging der Gast vom TSV Mannheim 2 nach 90 Sekunden in Führung. Nach einer weiteren guten Chance der Gäste kam das Heimteam immer besser ins Spiel. Gleich zweimal hatte Tea Damjanovic in der sechsten und achten Minute den Ausgleich auf dem Schläger, zielte aber beide Male knapp vorbei. In der zehnten Minute war es Christina Krick, die die große Chance zum 1:1 hatte, aber die Torhüterin anschoss. Weitere Möglichkeiten hatten in der Folgezeit nochmals Victoria Vockentanz und Judith Steiner, die im „eins gegen eins“ an der Keeperin scheiterte. Mitten in dieser Schwabacher Drangphase nutzten die Gäste einen ungeschickten Schwabacher Wechsel aus und überraschten die neue Hintermannschaft; die Folge war das 0:2. (17. Minute). Zum Glück gelang Tea Damjanovic auf Vorlage von Silvia Rudolf gleich im Gegenzug der 1:2-Anschlusstreffer. Erst in der 20. Spielminute bekam Schwabach seine erste Kurze Ecke, die jedoch nichts einbrachte. Eine Minute später aber jagte Victoria Vockentanz mit der Kugel über das ganze Spielfeld und bediente dann Judith Steiner, die zum Ausgleich einlochte. Das Spiel wogte weiter hin und her, doch bis zur Pause gab es keine weiteren Treffer.

            Nach dem Seitenwechsel übernahmen die Gäste das Kommando und drängten auf das Schwabacher Tor. In der 32. Minute stürzte sich Steffi Bauer, die wiederum das Tor hütete, einer Mannheimer Stürmerin entgegen, die dadurch zu Fall kam, worauf der Schiedsrichter auf Siebenmeter entschied. Nach einer Verletzungspause – Steffi Bauer hatte das Knie der Angreiferin an die Schläfe bekommen – wurde der Siebenmeter ausgeführt und zum 2:3 verwandelt. Nach und nach fingen sich die 48erinnen wieder und erkämpften sich Tormöglichkeiten. In der 35. Minute jubelten die Zuschauer schon über den Ausgleich von Judith Steiner, doch der Schiedsrichter pfiff ab und entschied auf Strafecke, die nichts einbrachte. Kurz nacheinander scheiterten Julia Krick und Tea Damjanovic nach schönen Alleingängen kurz vor dem Abschluss. In der 40. Minute folgte das zweite nicht anerkannte Tor für Schwabach: Diesmal wurde der Schuss von Tea Damjanovic zurückgepfiffen, und erneut brachte die stattdessen verhängte Strafecke nichts ein. Und als ob das nicht genug gewesen wäre, wiederholte sich diese Szene noch einmal in der 15. Minute. Im Zusammenhang mit einer Reihe von Schwabacher Ecken kam es zu fast tumulthaften Szenen auf dem Spielfeld, in die sich auch der Mannheimer Trainer einmischte, der dafür die gelbe Karte kassierte. Dies bedeutete, dass eine seiner Spielerinnen das Feld für fünf Minuten verlassen musste. Kurz vor Ende dieser Überzahlsituation gelang Victoria Vockentanz bei der siebten Schwabacher Strafecke endlich der hochverdiente Ausgleich zum 3:3 (19.). In der 25. und der 27. Minute hatten die Gäste noch einmal zwei Kurze Ecken, die zum Glück abgewehrt werden konnten. 90 Sekunden vor Schluss schnappte sich Victoria Vockentanz an der Viertellinie die Kugel und bediente zur rechten Zeit Katharina Oeser, die zum 4:3 vollendete. Die letzte Mannheimer Gegenwehr brachte nichts mehr, und so konnte man im Schwabacher Lager über den ersten Sieg seit langem jubeln. Zwar tragen die 48erinnen immer noch die Rote Laterne, doch der Klassenerhalt ist jetzt wieder im Bereich des Möglichen.

            Am Samstag fuhren die 1. Herren zum SB DJK Rosenheim. In einem Spiel zweier defensiv stehender Mannschaften konnte Rosenheim nach vier Minuten den ersten Treffer erzielen. Die Schwabacher brauchten wieder etwas, um ins Spiel zu kommen, waren jedoch nach einer taktischen Umstellung die bessere Mannschaft. Benedikt Runte konnte eine Kurze Ecke zum Ausgleich verwerten. Rosenheim blieb freilich gefährlich und ging in der Folge wieder in Führung, die Johannes Vydra erneut nach einer kurzen Ecke ausgleichen konnte. Rosenheim ging wenige Minuten später wieder in Front, bevor Nick Distler und Christian Leberl die Schwabacher zum ersten Mal in Führung brachten. Der Gastgeber glich jedoch mit dem Pausenpfiff durch eine weitere Kurze Ecke zum 4:4 aus.

Die Rosenheimer kamen zunächst besser aus der Pause und erzielten zwei Treffer zum 6:4. Danach hatten die Schwabacher ihre stärkste Phase. Durch zum Teil schön herausgespielte Tore von Johannes Vydra (2), Daniel D'Angelo und Nick Distler ging man bis zehn Minuten vor Schluss mit zwei Treffern Abstand in Führung (8:6). Doch die Führung gab den Schwabachern keine Sicherheit und sie gaben das Spiel leider noch einmal aus der Hand. Durch unglückliche Gegentreffer geriet man innerhalb von vier Minuten wieder mit 8:9 in Rückstand. Danach versuchte Schwabach noch einmal alles und nahm den Torwart zugunsten eines weiteren Feldspielers aus dem Spiel, was jedoch nur zum 8:10-Endstand für Rosenheim führte. Nach der erneuten Niederlage wird es im Kampf gegen den (erneuten) Abstieg langsam ziemlich eng.

Die 2. Damen mussten bei ihrem Spieltag der 2. Verbandsliga am Sonntag in Würzburg ohne Ersatzspielerin auskommen. Trotzdem konnte man die erste Partie gegen die HG Nürnberg 3 überlegen gestalten und durch Treffer von Christine Schleicher (4) und Christina Gerstner mit 5:1 für sich entscheiden. Lange Zeit ausgeglichen war die Partie gegen den TB Erlangen. Erst in der Schlussphase konnten sich die 48erinnen entscheidend absetzen und noch einen klaren 6:2-Erfolg herausschießen. Dabei erzielten Anna-Lena Müller, Christina Gerstner und Christine Schleicher je zwei Tore. Dank des besseren Torverhältnisses im Vergleich zur punktgleichen HG Nürnberg 3 belegt man nun einen Spieltag vor Saisonende den ersten Tabellenplatz.

                        Durchaus zufrieden war Trainer Rolf Gebhard mit dem Auftritt seiner männlichen Jugend A am Sonntag bei der Bayerischen Meisterschaft in München. Zwar reichten in zwei Spielen jeweils kurze Schwächephasen, um am Ende als Verlierer vom Platz zu gehen, aber die gezeigten Leistungen bewiesen, dass man ganz nahe an der Bayerischen Spitze dran ist. So konnte man im Auftaktspiel gegen den Nürnberger HTC die erste Halbzeit ausgeglichen gestalten und dank zweier Treffer von Nick Distler mit einem 2:2 in die Pause gehen. Die Vorentscheidung fiel kurz nach Wiederanpfiff, als der NHTC einige schwache Minuten zu zwei Treffern nutzte. Zwei weitere Treffer in der Schlussphase führten dazu, dass der Endstand mit 2:6 angesichts der Spielanteile doch etwas zu hoch ausfiel.

            In der Partie gegen den Münchner SC waren die 48er in der ersten Halbzeit sogar das bessere Team und führten zur Pause nach Toren von Nick Distler, Fabian Kramer und zweimal Alexander Rath mit 4:3. Doch wieder leistete man sich einen Blackout und geriet nach dem Seitenwechsel innerhalb von sechs Minuten mit 4:7 ins Hintertreffen. Mit einem Doppelschlag in der 29. Minute brachten Nils Hitzinger und Joachim Metscher die Turner noch einmal heran. Da die Schiedsrichter in den Schlusssekunden den 48ern eine Strafecke verweigerten, blieb es aber beim 6:7, obwohl ein Unentschieden verdient gewesen wäre.

            Besser lief es im letzten Spiel gegen den HCL Rot-Weiß München. Diesmal konnten die Schwabacher ihre gute Leistung über die vollen 30 Minuten hinweg halten und nach einem 2:2-Pausenstand am Ende ein verdientes 3:3-Remis erkämpfen. Damit belegte man zwar nur Rang vier, hatte aber die Genugtuung, dem neuen Bayerischen Meister aus München den einzigen Punktverlust beigebracht zu haben. Platz zwei belegte der NHTC und vertritt damit Bayern zusammen mit dem HCL RW auf der Süddeutschen Meisterschaft.

            Die Mädchen A 2 schlossen die Verbandsligavorrunde mit Platz drei ab. Dazu trugen vier Punkte vom Spieltag am Samstag in Erlangen bei: Gegen den Nürnberger HTC 3 gab es ein 0:0-Remis, gegen den TB Erlangen ein 3:0.

            In der Platzierungsrunde der Verbandsliga konnten die Knaben A 2 am Sonntag in der Hochederhalle nur ein Spiel bestreiten, da die HG Nürnberg 3 nicht antrat. Die Partie wird für Schwabach gewertet. Gegen den HC Schweinfurt 2 waren die 48er zwar feldüberlegen, konnten aber keine ihrer guten Chancen verwerten. Da die Schweinfurter es etwas besser machten, unterlag man am Ende mit 0:1.

            Ebenfalls in der Hochederhalle bestritten am Sonntag die Mädchen B 2 ihren letzten Vorrundenspieltag in der Verbandsliga. Recht schwach und unansehnlich war die Partie gegen die SF Großgründlach 2; die Turnerinnen scheiterten mehrfach knapp, während die Gäste die Kugel einmal ins Tor bugsieren konnten, so dass die Partie mit 0:1 endete. Gegen die erste Mannschaft aus Großgründlach verschlief man die ersten Minuten und geriet prompt mit 0:1 in Rückstand. Diesmal rafften sich die Turnerinnen jedoch zur energischen Gegenwehr auf und Suara Staub erzielte noch vor dem Halbzeitpfiff mit einem Schuss vom Kreisrand den Ausgleich. Dieselbe Spielerin verwandelte Mitte der zweiten Halbzeit eine Kurze Ecke und sorgte damit für den 2:1-Sieg. Damit hat das Schwabacher Team Platz zwei in der Vorrundengruppe erreicht; die Endrunde findet am 01. März statt.

Das im Hallenhockey seltene Ergebnis eines torlosen Unentschiedens gab es bei den Mädchen C 2 am Samstag gleich zweimal. Beim Verbandsligaspieltag in der Jahnhalle trennten sich die 48erinnen sowohl vom Nürnberger HTC 3 als auch von der vierten Mannschaft aus Nürnberg 0:0. Umso mehr Tore fielen in der Partie gegen den HTC Würzburg 2, die die 48erinnen am Ende mit 5:3 für sich entschieden.

Die Knaben C 1 starteten am Samstag in Würzburg mit einem sehr konzentrierten Auftritt gegen die HG Nürnberg. Sie nutzten ihre Chancen konsequent, während der Keeper seinen Kasten sauber hielt: Endergebnis 3:0. Gegen die Bayreuther TS gab es nach einer 1:0-Führung zu viele Einzelaktionen, so dass man zur Pause plötzlich mit 1:3 hinten lag. Nach dem Seitenwechsel konzentrierte man sich wieder auf seine Stärken und drehte die Partie noch zum 4:3-Endstand. Hart umkämpft war die Partie gegen den Nürnberger HTC 1. Die Jungs aus der Noris verwerteten ihre Chancen konsequenter und kamen so zu einem 4:2-Erfolg.

Großartig verlief der Verbandsligaspieltag der Mädchen D am Sonntag in der Hochederhalle: Die beiden Teams der 48erinnen gewannen alle ihre Spiele. Die zweite Mannschaft siegte mit 3:2 gegen die SF Großgründlach 1, mit 2:1 gegen den Nürnberger HTC 4 und mit 3:2 gegen die Bayreuther TS 1. Schwabach 3 gewann mit 3:1 gegen den CaM Nürnberg 1, mit 4:0 gegen den NHTC 3 und mit 3:2 gegen die Spvgg Greuther Fürth 1.