Maennliche Jugend A wird nordbayerischer Meister (Bericht 20./21.12.14)

SCHWABACH (ws) – Erstmals seit vielen Jahren haben bei der Hockeyabteilung des TV 1848 Schwabach wieder einmal die männlichen Jugendlichen die Nase vorn. Bei der A-Jugend konnte sich am Wochenende der männliche Trupp sogar die nordbayerische Meisterschaft sichern, während die gleichaltrigen Mädchen nach langer Erfolgsserie zum ersten Mal wieder die Qualifikation für die Bayerische Meisterschaft nicht schafften.

Die Jungs hatten am Samstag Heimrecht in der Jahnhalle und bekamen ihre ersten drei Punkte kampflos, da die HG Nürnberg nicht antrat. In den beiden anderen Partien zeigten sie eine überragende kämpferische Leistung und kamen zu zwei nicht unbedingt zu erwartenden Siegen. Vor allem gegen den schon vorher für die Bayerische Meisterschaft qualifizierten Nürnberger HTC war der erste Sieg nach Jahren schon eine große Überraschung. Bis zur Pause stand es noch torlos unentschieden, doch schon Nick Distlers Führungstor in der 21. Minute war durchaus nicht unverdient. Zwar glich der Gast zwei Minuten später aus, doch wiederum Nick Distler brachte sein Team in der 24. Minute erneut in Führung. Derselbe Spieler war es auch, der nach einer schönen Kombination in der 28. Minute das 3:1 erzielte und damit den Sack zumachte.

Durch diesen Sieg waren auch die 48er schon für die Bayerische qualifiziert und die Partie gegen den TB Erlangen eigentlich unwichtig, doch beide Teams nahmen sie trotzdem ernst und boten eine gute Leistung. Wieder verlief die erste Halbzeit torlos und erneut war es Nick Distler, der in der 20. Minute den ersten Treffer erzielte und acht Minuten später den zweiten folgen ließ. Den Schlusspunkt zum 3:0-Endstand setzte Matthias Wünsche durch einen sehenswert herausgespielten Treffer. Zur Bayerischen Meisterschaft am 25.01.15 reist der TV 1848 damit als nordbayerischer Meister.

Die weibliche Jugend A hatte es am Sonntag in Nürnberg zunächst mit dem Nürnberger HTC zu tun und geriet Mitte der ersten Halbzeit durch eine Strafecke in Rückstand. Noch kurz vor dem Seitenwechsel ließ der NHRC das 2:0 folgen. Zwar spielten die Turnerinnen auch nach dem Seitenwechsel ordentlich mit, mussten jedoch bei Strafecken zwei weitere Treffer zum 0:4-Endstand hinnehmen.

Die entscheidende Partie war jedoch die gegen die HG Nürnberg, in der man sich für die Vorrundenniederlage unbedingt revanchieren wollte. Entsprechend konzentriert und energisch gingen die 48erinnen auch zu Werke, setzten den Gegner von Beginn an unter Druck und erspielten sich zahlreiche hochkarätige Chancen, die aber leider allesamt vergeben wurden. Als die Nürnbergerinnen das erste Mal vor das Schwabacher Tor kamen, konnte nur regelwidrig geklärt werden, und nach der anschließenden Strafecke mussten die Schwabacherinnen einem Rückstand hinterherrennen. Gleich nach dem Seitenwechsel kamen die Nürnbergerinnen nach einem Abspielfehler erneut vor das Schwabacher Tor und erhöhten auf 2:0. Nun warf Schwabach alles nach vorne, doch mehr als der Anschlusstreffer zum 1:2-Endstand gelang nicht mehr.

Damit war der Zug Richtung Bayerische Meisterschaft abgefahren und die Partie gegen den TB Erlangen eigentlich bedeutungslos. Dennoch ließen sich die Turnerinnen nicht hängen und kamen gegen überforderte Erlangerinnen zu einem klaren 5:1-Erfolg, was Platz drei in Nordbayern bedeutet.

Die weibliche Jugend B 1 tat sich am Samstag in Würzburg zum Auftakt gegen den HC Schweinfurt schwer und kam kaum zu Chancen. Trotzdem ging sie durch einen glücklichen Treffer von Jessica Streb in Führung. Nach dem Seitenwechsel schien man sich auf der Führung ausruhen zu wollen, was bald durch den Ausgleich bestraft wurde. Sofort ging ein Ruck durch die Schwabacher Mannschaft und die Mädchen gaben noch einmal alles und gewannen schließlich mit 4:1 durch zwei Tore von Alex Schwarz und eins von Jessica Streb.

Gegen den Rundenfavoriten Nürnberger HTC wählte man eine sehr defensive Taktik, mit der die Nürnbergerinnen große Probleme hatten. So kamen die 48erinnen bei ihren Gegenstößen sogar zu den besseren Chancen, deren beste ein Pfostenschuss von Svenja Bußinger war. Nach einem 0:0 zur Pause ging die Partie nach Wiederanpfiff unverändert weiter. Dem NHTC fiel kein Mittel gegen Schwabachs Defensive ein, während die 48erinnen mit Kontern gefährlich waren. Mitte der zweiten Halbzeit brachte Jessica Streb ihr Team in Führung. Nun musste man sich wilder Angriffe des Gegners erwehren, wobei sich insbesondere Julia Krick und Torhüterin Becci Haas auszeichneten. Ein Nürnberger Treffer konnte nicht gegeben werden, weil die Kugel außerhalb des Schusskreises geschossen war, und so blieb es beim glücklichen, aber angesichts der geschlossenen kämpferischen Leistung verdienten 1:0-Sieg.

Am Sonntag war die männliche B-Jugend in Würzburg zu Gast. Gegen die HG Nürnberg kämpften die 48er zwar gut, servierten dem Gegner jedoch schon in der Anfangsphase zweimal die Kugel beim eigenen Spielaufbau zu unglücklich, dass die HGN mit 2:0 in Führung gehen konnte. Sekunden vor dem Pausenpfiff folgte das 3:0 und damit die Vorentscheidung. Da nützte es auch nichts mehr, dass man die zweite Halbzeit torlos 0:0 gestalten konnte.

Schwächer war die Leistung der Turner gegen die Bayreuther TS, gegen die man sich eine Chance ausgerechnet hatte. Zwar glich Tim Distler die Führung der Oberfranken in der siebten Minuten postwendend aus, doch noch vor der Pause fing man sich das 1:2. Besonders ärgerlich war, dass sie viel geübten Kurzen Ecken diesmal gar nicht klappen wollten. So stellte das 3:1 der Bayreuther in der 20. Minute bereits die Entscheidung und den Endstand dar.

An ihrem zweiten Spieltag trafen die Knaben A 1 am Samstag in Würzburg auf den Nürnberger HTC und den HC Würzburg. Die erste Partie gegen den NHTC verlief nervenaufreibend aufgrund der Anspannung in beiden Mannschaften. Obwohl für das Schwabacher Team die Chance auf einen Sieg bestand, endete das Spiel mit einem 2:2-Unentschieden. Der Gegner erzielte dabei beide Treffer bei Kurzen Ecken, aus dem Spiel heraus war er wenig gefährlich. Gegen den HTC Würzburg, der zuvor den NHTC geschlagen hatte, gewannen die Schwabacher nicht zuletzt durch eine solide Defensivleistung verdient mit 1:0, wobei noch zahlreiche gute Chancen vergeben wurden. Durch die vier Punkte belegen die 48er im Moment Rang zwei in der Oberliga.

Nicht gut lief es für die Mädchen A am Sonntag in der Siedlerhalle. Vielleicht hatten die Mädels sich zu viel vorgenommen und waren deswegen mental blockiert. Jedenfalls spielten sie viel zu langsam, um gegen den Tabellenführer HG Nürnberg etwas ausrichten zu können: Am Ende musste man sich 0:5 geschlagen geben. Bitterer noch war die 0:1-Niederlage gegen den HC Schweinfurt, bei der man auch ab der Mittellinie nichts Ordentliches mehr zustande brachte. Nach den beiden Niederlagen liegt man auf Platz vier in Nordbayern.

Die Mädchen A 2 drängten am Samstag in Bayreuth in ihrem ersten Spiel gegen die BTS 2 zwar fast die ganze Zeit auf das gegnerische Tor, fingen sich aber, anstatt eigene Chancen zu verwerten, vor der Pause einen Konter zum 0:1 ein. Auch nach dem Seitenwechsel wurden zu viele Chancen vergeben. Allein Ina Keller war durch einen verwandelten Siebenmeter zum 1:1-Endstand erfolgreich. Zuvor hatte eine Verteidigerin den Eckenschuss von Christina Anton nur mit dem Körper auf der Linie abwehren können. Relativ deutlich mit 0:3 unterlag man anschließend der ersten Mannschaft der Spvgg Greuther Fürth, die allein zweimal durch Strafecken erfolgreich war. Auch die Turnerinnen hatten einige Möglichkeiten, konnten diese aber nicht nutzen.

Nicht ihren besten Tag erwischten die C-Mädchen am Sonntag in Bayreuth. Gegen die gastgebende Turnerschaft verloren sie das Auftaktspiel mit 0:1. In den Spielen gegen zwei Teams der HG Nürnberg reichte es im Anschluss immerhin mit 2:2 und 1:1 zu zwei Unentschieden.

Ersatzgeschwächt konnten die Knaben D 1 bei ihrem samstäglichen Spieltag in Nürnberg nicht viel reißen. Lediglich im Auftaktspiel gegen den Nürnberger HTC 2 gab es ein 4:4-Unentschieden. Es folgten ein 2:3 gegen den TB Erlangen und ein 0:2 gegen die HG Nürnberg. Völlig entkräftet unterlag man zum Schluss dem NHTC 1 sogar zweistellig (0:12).