Auftaktsiege fuer Damen und Herren (Bericht 15./16.11.14)

SCHWABACH (ws) – Erfolgreich sind die beiden ersten Mannschaften der Hockeyabteilung des TV 1848 Schwabach am vergangenen Wochenende in die Punkterunde der Hallensaison 2014/15 gestartet: Beide Teams konnten zum Auftakt einen Sieg landen.

Beim Gastspiel der Regionalligadamen am Sonntag beim TuS Obermenzing waren beide Teams in der Anfangsphase in erster Linie auf die Vermeidung eines Gegentreffers aus, nach vorne agierte man zaghaft. Die 48erinnen hatten zwar mehr vom Spiel, aber noch kaum zwingende Tormöglichkeiten. Erst in der dreizehnten Minute schloss Paula Brandl einen Spielzug über rechts nach schönem Doppelpass mit Christina Krick erfolgreich ab, indem sie die Kugel an der Torhüterin vorbei in den Kasten schob. Dies war das Startsignal für ein wirklich hochklassiges Regionalligaspiel, in dem beide Teams den Zuschauern sehenswertes Hockey boten. In der 17. Minute arbeitete sich Paula Brandl durch die gegnerische Hälfte und umspielte am Ende auch die Keeperin; mit der Rückhand erzielte sie daraufhin ihren zweiten Treffer. Sechs Minuten später legten die Turnerinnen noch einmal nach: Nach einem Angriff über links bediente Billi Wehrer Silvia Rudolf, die nur noch zum 3:0 einzuschieben brauchte. Zwei Minuten später überrumpelte Obermenzing die Turnerinnen mit einem Blitzangriff zum 1:3. Die 48erinnen wussten jedoch die richtige Antwort: Nur sechzig Sekunden später schloss Judith Steiner einen Spielzug mit einem Schuss unter der herausstürzenden Torhüterin hindurch zum 4:1 ab. Dies war zugleich der Pausenstand.

Auch nach Wiederanpfiff blieben zunächst die Schwabacherinnen am Drücker und wurden in der 35. Minute noch einmal belohnt: Nachdem die Obermenzinger Torfrau Christina Krick gefoult hatte, gab es Siebenmeter. Diesen verwandelte Silvia Rudolf souverän links oben. Nun machte man den Fehler, ein wenig zurückzuschalten, und das nützte der Gastgeber schnell aus. Mit zwei Treffern in der 39./41. Minute, die beide durch Schwabacher Abwehrschnitzer begünstigt waren, kam Obermenzing wieder auf 3:5 heran. Schwabachs Trainer Florian Gebhard nahm sofort eine Auszeit und hatte mit seiner deutlichen Ansprache Erfolg. Die 48erinnen rissen sich zusammen und zeigten bis zum Schluss eine fehlerfreie Defensivleistung. Nach vorne hatte man zunächst noch etwas Pech, als drei gute Möglichkeiten vergeben wurden. In der 50. Minuten aber tauchte Judith Steiner bei einem Konter frei vor der gegnerischen Torfrau auf und schob die Kugel unter dieser zum 6:3 ins Tor. In den letzten zehn Minuten überstand man recht routiniert die wütenden Angriffe der Gastgeberinnen und brachte den Drei-Tore-Vorsprung über die Zeit zu einem überaus verdienten Auftaktsieg.

Die ersten Herren hatten am Samstag in der Hochederhalle den ESV München zu Gast. In der Anfangsphase konnten die 48er noch nicht an die Leistungen des vorherigen Wochenendes beim eigenen Turnier anknüpfen, sondern wirkten recht unkonzentriert und fanden kein Mittel gegen die Defensivtaktik des Gegners, der in der fünften Minuten bei seiner ersten Ecke sogar in Führung gehen konnte. Danach kamen die Schwabacher jedoch immer besser ins Spiel und übernahmen klar das Kommando auf dem Spielfeld. Für den Ausgleich sorgte Tim Schmidthammer bei einer schönen Eckenvariante. In der Folgezeit gelang es immer wieder, Münchner Verteidiger aus der Linie herauszulocken und die entstehenden Lücken zu nutzen. So brachten Mark Trautvetter, Christian Leberl und Benjamin Gräb ihr Team mit 4:1 in Front, ehe die Münchner einen Schwabacher Abwehrfehler zum 2:4 nutzen konnten. Doch noch vor der Pause erhöhten Nick Distler und Johannes Vydra auf 6:2.

Nach dem Seitenwechsel sahen die Zuschauer ein höchst einseitiges Spiel. Die Gäste kamen kaum mehr aus ihrer Hälfte, während Schwabach einen Angriff nach dem anderen auf das gegnerische Gehäuse rollen ließ. Weitere Treffer von Mark Trautvetter, Benni Gräb, Tim Schmidthammer und Christian Leberl sowie fünf Tore von Daniel d'Angelo sorgten für einen deutlichen und auch in der Höhe verdienten 15:2-Endstand gegen einen alles im allem überforderten Gegner.

Am Samstag hatte die weibliche Jugend B 1 ihren ersten Spieltag in der BBZ-Halle in Nürnberg. Das erste Spiel bestritt sie gegen den TB Erlangen. Schon in den ersten fünf Minuten konnte der TV 1848 durch zwei Tore von Alex Schwarz in Führung gehen und war mit viel Tempo spielbestimmend. Doch nach dieser Führung nahmen die Schwabacherinnen ihr Tempo raus und spielten öfter Fehlpässe, so dass Erlangen mehr ins Spiel kam und bis zur Halbzeit ausgleichen konnte. In der zweiten Halbzeit änderte sich das Bild kaum, man kam zwar zu der einen oder anderen Chance, aber Erlangen war nun besser und am Ende konnten die 48erinnen glücklich sein, dass der TBE nur den Pfosten traf und es beim 2:2 blieb.

Im zweiten Spiel gegen die HG Nürnberg war von beiden Seiten das Tempo von Beginn viel höher und die Partie sehr ausgeglichen. Gegen Ende der ersten Hälfte schoss Svenja Bußinger das 1:0, jedoch glich die HGN kurz darauf wieder aus. In der zweiten Hälfte war die HGN mehr am Drücker und zeigte einen größeren Willen, traf schließlich kurz vor Schluss zum 1:2. Ab da ging ein Ruck durch die Schwabacher Mannschaft, die noch einmal alles gab, am Ende reichte jedoch die Zeit nicht mehr für den Ausgleich.

Die weibliche Jugend B 2 hatte am Sonntag in Würzburg ihre ersten Spiele. Zum Auftakt gegen den HTC Würzburg2 spielten die Mädels unglaublich gut und kombinierten sehr schön. Doch bis zur Halbzeit konnten sie die Kugel leider nicht im Tor unterbringen. In der zweiten Hälfte bestimmten sie weiter das Spiel und gewannen am Ende verdient mit 1:0. Der Gegner des zweiten Spiels, die HG Nürnberg 2, hatte viele Spielerinnen aus der ersten Mannschaft mit dabei. Die Schwabacher Mädels waren sehr bemüht und gaben alles, doch Nürnberg war einfach schneller und cleverer. So gab es schon in der ersten Hälfte viele Ecken für Nürnberg, die jedoch die Torhüterin Emily Campbell alle abwehren konnte. Zur Pause stand es daher noch 0:0. In der zweiten Halbzeit landete leider doch eine Ecke im Tor, und zum Schluss verwandelte die HGN noch einen Siebenmeter, so ging das Spiel mit 0:2 verloren. Vom Ende der Feldsaison ist noch nachzutragen, dass Alex Schwarz und Miriam Schöne zu einem DHB-Lehrgang eingeladen wurden, bei dem sie eine gute Leistung zeigten und viel Spaß dabei hatten!

            In der Nürnberger Siedlerhalle hatten die Mädchen A 2 am Samstag ihren Verbandsligaspieltag. Gegen den Marktbreiter HC erspielten sie sich zahlreiche Chancen, konnten jedoch nur ein einziges Tor zum 1:0-Endstand erzielen (Torschützin: Anna Fischer). Ganz ähnlich verlief die Partie gegen die HG Nürnberg 2, bei der erneut viele Möglichkeiten vergeben wurden. Am Ende reichte es aber doch noch zu einem knappen 2:1-Erfolg, zu dem Anna Fischer und Sabrina Knappke die Tore beisteuerten.

Die Knaben A 2 verschliefen am Samstag in Nürnberg gegen die HG Nürnberg 3 große Teile der ersten Halbzeit. Durch Nachlässigkeiten in der Defensive lud man den Gegner zu zahlreichen Chancen ein und fing sich auch einen Gegentreffer ein. Vor dem gegnerischen Tor vergab man auch die Chancen zu leichtfertig. In der zweiten Halbzeit steigerten sich die Schwabacher Jungs und kamen auch zu zahlreichen Torchancen, konnte diese aber nicht verwerten. Am Ende blieb es bei einer unglücklichen 0:1-Niederlage. Im zweiten Spiel gegen die Bayreuther TS 1 kamen die 48er überhaupt nicht ins Spiel, und so stand es zur Halbzeit bereits 0:3. Auch in der zweiten Halbzeit war man im Spiel nach vorne zu harmlos und fing sich noch zwei weitere Tore zum 0:5-Endstand ein.

Die Mädchen B 1 taten sich am Sonntag in Bayreuth im ersten Spiel gegen den HTC Würzburg in den ersten Minuten zwar etwas schwer, übernahmen dann aber mehr und mehr das Kommando, sodass man völlig verdient mit 2:0 als Sieger vom Platz ging. Dabei zeigte man gerade in der zweiten Hälfte schönes Kombinationshockey und konnte sich somit zahlreiche Torchancen erarbeiten, die allerdings großenteils ungenutzt blieben. Torschützen in diesem Spiel waren Sofia Herzog und Annika Rösch. Das zweite Spiel gegen den Nürnberger HTC entwickelte sich zu einem zerfahrenen, kampfbetonten Schlagabtausch, nicht zuletzt wegen der doch recht großzügigen Regelauslegung der Schiedsrichter. Gerade im eigenen Spielaufbau ließen sich die Schwabacher dadurch immer wieder aus dem Konzept bringen, sodass es folgerichtig mit einem 0:1 Rückstand in die Halbzeitpause ging. Kurz nach Wiederanpfiff gelang Emelie Haas in einer Schwabacher Druckphase der letztlich hochverdiente Ausgleichstreffer. Dies bedeutete zugleich den 1:1-Endstand.