TV 48 Schwabach

Schwacher Saisonauftakt (Bericht 16./17.11.13)

SCHWABACH (ws) – Nicht gerade optimal verlief der Start in die Punkterunde bei der Hockeyabteilung des TV 1848 Schwabach am vergangenen Wochenende. Die beiden Regionalligateams holten aus drei Partien insgesamt nur ein mageres Pünktchen.

Die Damen sahen sich am Samstag beim Aufsteiger VfB Stuttgart einem Team gegenüber, das die gesamte Spielzeit über eine defensive Raumdeckung, den sog. Fünferwürfel, spielte. Nach einem gewissen wechselseitigen Abtasten hatten die 48erinnen in der sechsten Minute ihre erste Kurze Ecke, die jedoch vergeben wurde. Vier Minuten später aber verwandelte Victoria Vockentanz eine Strafecke direkt unter die Latte und brachte ihr Team so mit 1:0 in Führung. Einen gelungenen Spielzug schloss Judith Steiner in der 17. Minute mit dem 2:0 ab. Damit hatten die Schwabacherinnen aber ihr Pulver schon verschossen. Fortan fanden sie kein Mittel mehr gegen den Stuttgarter Würfel, immer wieder unterliefen ihnen Stopp- oder Passfehler. Zu allem Unglück fing man sich kurz vor dem Seitenwechsel beim zweiten Stuttgarter Torschuss auch noch das 1:2 ein.

In der Pause gab Trainer Florian Gebhard noch intensiv Tipps zum Umspielen der Deckung, doch seine Worte blieben unerhört. Die 48erinnen fanden einfach kein Durchkommen und hatten eigentlich keine einzige zwingende Torchance mehr. Die wenigen Ecken, die man sich herausspielte, wurden vergeben. Ein verhängnisvoller Abspielfehler im Vorwärtsgang ermöglichte den Gastgeberinnen in der 41. Minute einen Konter, der den Ausgleich brachte. Trotz redlichen Bemühens gelang kein Treffer mehr, so dass es bis zum Ende 2:2-Unentschieden stand, ein Remis, das für Schwabach sicher einen Punktverlust darstellt.

Zu Recht wenig ausgerechnet hatte man sich für das Gastspiel am Sonntag beim Mannheimer HC 2. In den Reihen des letztjährigen Ligameisters (der als Reserve nicht höher als in die 2. Regionalliga aufsteigen darf) standen ausschließlich Spielerinnen, die im Feld schon Bundesligaerfahrung sammeln konnten. Entsprechend hoch war das Tempo ihres Spieles und damit in weiten Teilen der Partie zu schnell für die Turnerinnen. Schon nach wenigen Sekunden nutzte Mannheim den ersten Schwabacher Fehlpass gnadenlos zur 1:0-Führung aus. Ein weiterer Fehler der Schwabacher Hintermannschaft bedeutete in der vierten Minute das 0:2. Ein langer Abschlag fand in der 16. Minute eine Mannheimer Stürmerin allein vor dem Tor: Das 0:3 war die Folge, was zugleich den Pausenstand bedeutete. Hinsichtlich Schwabacher Chancen war in der ersten Halbzeit nur Fehlanzeige zu vermelden.

Die zweite Runde begann wie die erste: Gleich in der 31. Minute erhöhte Mannheim auf 4:0. Nun folgten die besten zehn Minuten der 48erinnen, die sich etwas befreien und eigene Chancen erspielen konnten, allerdings ohne zählbaren Erfolg. Diese Phase  endete mit dem Mannheimer 5:0 in der 42. Minute. In der 50. Minute kam es doch noch zum Schwabacher Ehrentreffer: Victoria Vockentanz bediente nach einem gelungenen Angriff Katharina Oeser, die das 1:5 erzielte. Die Mannheimerinnen ließen sich aber die Butter nicht mehr vom Brot nehmen und erhöhten in der Schlussphase noch zweimal zum 7:1-Endstand.

Zwei völlig verschiedene Halbzeiten sahen die Zuschauer am Samstagabend in der Jahnhalle bei der Partie der 1. Herren gegen den Aufsteiger HTC Würzburg. Vor dem Seitenwechsel waren die 48er völlig von der Rolle. Ohne Biss und Einsatzwille überließ man dem Gegner praktisch kampflos den Platz und geriet gehörig ins Hintertreffen. Nach dem 1:0 der Gäste in der sechsten Minute war der postwendende Ausgleich eine Minute später durch Tim Schmitthammer bei einer Strafecke der einzige Lichtblick. Mit drei verwandelten Kurzen Ecken hintereinander zog Würzburg bis zur 18. Minute schon auf 4:1 davon. Aber es kam noch schlimmer: Zwischen der 23. und der 28. Minute brachten drei schöne Angriffe drei weitere Tore für die Mainfranken zum Pausenstand von 1:7.

Nach einer deftigen Pausenansprache stimmte es in der zweiten Halbzeit mit der Einstellung bei den 48ern wieder und über den Kampf kam man so langsam ins Spiel. Es folgte eine fast unglaubliche Aufholjagd, durch die die Schwabacher zwischen der 42. und der 52 Minute bis auf 6:7 aufholten. Vier der fünf Turnertore schoss in dieser Phase Daniel d’Angelo, der drei Kurze Ecken verwandelte und einmal aus spitzem Winkel erfolgreich war. Ein weiteres Eckentor steuerte Florian Gebhard bei. Dass diese Energieleistung zu viel Kraft gekostet hatte, zeigte sich, als den Würzburgern in der 54./55. Minute zwei Treffer gelangen: Spätestens mit dem Tor zum 6:9 war die Entscheidung gefallen. Nach einem Foul des Schwabacher Torwarts Michael Ramspeck gab es kurz darauf einen Siebenmeter für Würzburg, der das 6:10 brachte. In der 57. Minute verkürzte Daniel d’Angelo noch einmal, doch der HTCW schlug postwendend zurück. Auch ein letztes d’Angelo Tor durch einen Siebenmeter in der Schlussminute war daher nur noch Ergebniskosmetik zum 8:11-Endstand.

Auch für die 2. Herren war beim Spieltag der 2. Verbandsliga in der Nürnberger Siedlerhalle am Samstag nichts zu holen. Im ersten Spiel gegen den Nürnberger HTC 3 spielten die 48er gut mit, versäumten es aber, aus ihren Chancen etwas Zählbares zu machen. So genügten den Mannen aus der Noris zwei Treffer noch vor der Halbzeitpause zum 2:0-Sieg. Auch gegen den CaM Nürnberg 1 hatten die 48er ihre Gelegenheiten, trafen aber vor dem Pausenpfiff den Kasten nicht. Ganz anders der Gegner, der mit einem beruhigenden 3:0-Vorsprung die Seiten wechseln konnte. Nach dem Anschlusstreffer von Michael d’Angelo auf Vorlage von Marcus Ochsenreither in der 23 Minute keimte im Schwabacher Lager Hoffnung auf, aber der CaM stellte kurz darauf den alten Abstand wieder her. Noch einmal gelang den Turnern durch ein Eckentor von Michael d’Angelo eine Verkürzung des Rückstands, doch kurz vor Schluss machte Nürnberg mit dem 5:2 alles klar.

Heimrecht in der Jahnhalle hatten die männliche Jugend A und B. Die älteren Jungs zeigten am Sonntagnachmittag gegen die favorisierten Teams aus Nürnberg v.a. defensiv sehr ansprechende Leistungen. Gegen die HG Nürnberg spielte man zeitweise auch recht gut mit, ohne jedoch nach vorne Akzente setzen zu können. In jeder Halbzeit fing man sich einen Treffer ein, so dass es am Ende 2:0 für die HGN stand. Fast schon sensationell war die erste Halbzeit gegen den Nürnberger HTC, in dessen Reihen viele Spieler schon Bundesligaerfahrung haben: Nach 15 Minuten stand es noch torlos unentschieden. Erst Mitte der zweiten Halbzeit machten die Nürnberger mit drei schnellen Treffern alles klar.

Der einzige Gegner, gegen den man sich realistische Chancen ausgerechnet hatte, war der TB Erlangen, und tatsächlich gelang in dieser Partie ein Erfolg. Zwar ging der Gast in der 13. Minute in Führung, doch in der 20. Minute erzielte Christian Ramspeck den Ausgleich. Ein sehr schöner Spielzug führte fünf Minuten später zur Schwabacher Führung durch Alexander Rath. Für die Entscheidung und den 3:1-Endstand sorgte in der 28. Minute Christian Ramspeck mit seinem zweiten Treffer.

Ganz eng ist die nordbayerische Leistungsdichte bei der männlichen Jugend B. Es war also kein Wunder, dass das erste Spiel der 48er am Samstag gegen die HG Nürnberg vor dem Seitenwechsel torlos blieb. In der 19. Minute brachte Nick Distler sein Team mit 1:0 in Front, doch der Gast konnte in der 23. Minute ausgleichen. Drei Minuten vor Schluss gelang den Nürnbergern ein weiterer Treffer zum etwas schmeichelhaften 2:1-Erfolg.

Gegen den TB Erlangen gerieten die Schwabacher in der 14. Minute in Rückstand, doch noch vor dem Pausenpfiff konnte Nick Distler eine Kurze Ecke zum 1:1-Ausgleich verwandeln. Derselbe Spieler brachte sein Team nach dem Seitenwechsel vorübergehend sogar in Führung, ehe den Gästen das Ausgleichstor zum nicht unverdienten 2:2-Endstand gelang.

Beide A-Knaben-Teams hatten ihren Saisonauftakt in der Nürnberger Siedlerhalle. Die erste Mannschaft traf dort am Sonntag zunächst auf den Nürnberger HTC 1. Durch eine geordnete Defensivleistung konnte man den Favoriten relativ lange vom eigenen Tor fern halten, doch Mitte der ersten Halbzeit geriet man durch eine Kurze Ecke dann doch in Rückstand. Die 48er haderten mit einigen Schiedsrichterentscheidungen und ließen sich dadurch ablenken. Folge der mangelnden Konzentration waren zwei weitere Gegentreffer zum 0:3-Pausenstand. Auch in der zweiten Halbzeit stand die Schwabacher Abwehr ordentlich, während nach vorne nichts ging. Am Ende hatte man drei weitere Treffer zum 0:6-Endstand kassiert.

Im zweiten Spiel gegen den TB Erlangen 1 verschlief man den Anfang komplett, so dass man sich gleich zwei Tore innerhalb der ersten beiden Minuten einfing, fand aber durch eine tolle kämpferische Defensivleistung zurück ins Spiel und konnte nun auch spielerische Akzente nach vorne setzen. In der Endphase der 1. Halbzeit gelang sogar durch einen Doppelschlag der Ausgleich zum 2:2-Pausenstand. Dann war allerdings die Luft raus, zumal die Erlanger erneut relativ früh nach dem Seitenwechsel mit 3:2 in Führung gingen. Danach fielen regelmäßig Treffer für den TBE bis zum wohl etwas zu hohem 7:2-Endstand.

Tags zuvor zeigte die „Zweite“ gegen die HG Nürnberg 3 einige gute Spielzüge und hatte eine Reihe von Torchancen, die jedoch nicht verwertet wurden. Das rächte sich in der letzten Spielminute, als die HGN ihre erste Gelegenheit in der zweiten Halbzeit zum schmeichelhaften 1:0-Siegtreffer nutzte. Gegen die spielerisch stärkere zweite Mannschaft der HGN musste man sich anschließend mit 1:3 Toren geschlagen geben, wobei man in der letzten Minute noch einen Siebenmeter vergab.

Eine sehr gute Mannschaftsleistung boten die Mädchen C 1 bei ihrem Spieltag am Sonntag in Bayreuth: Sie gewannen alle drei Spiele. Am knappsten war es gegen den HTC Würzburg mit 3:2, es folgten ein 6:1 über die Bayreuther TS und ein 2:0 gegen die Spvgg Greuther Fürth.

Für die Knaben C 1, die parallel Heimrecht in der Jahnhalle hatten, reichte es hingegen trotz guter Leistungen gegen starke Gegner nur zu einem 4:4-Unentschieden gegen den TB Erlangen. Die beiden Partien gegen den Nürnberger HTC 1 und 2 hingegen gingen mit 2:5 bzw. 2:3 verloren.

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